Ein Relativpronomen bekommt seine Form aus zwei verschiedenen Teilen:
| Kasus | Maskulin | Feminin | Neutrum | Plural |
|---|---|---|---|---|
| Nominativ (Wer?) | der | die | das | die |
| Akkusativ (Wen?) | den | die | das | die |
| Dativ (Wem?) | dem | der | dem | denen |
| Genitiv (Wessen?) | dessen | deren | dessen | deren |
Warum ändert sich der Kasus? Schauen wir uns die Funktion des Pronomens im Nebensatz an:
Das Pronomen macht die Aktion selbst.
Das ist ein alter Freund, der (Subjekt) aus Mexiko kommt.
→ "Der" steht für "der Freund". Wer kommt aus Mexiko? — Er (der Freund).
Es gibt bereits ein anderes Subjekt (ich, du, er...) im Nebensatz. Das Pronomen ist das Ziel der Aktion.
Das ist ein Freund, den (Objekt) ich (Subjekt) in Kampala kennengelernt habe.
→ "Ich" ist das Subjekt. Wen habe ich kennengelernt? — "Den" (den Freund).
Wir benutzen Dativ in zwei Fällen:
Verben wie helfen, gratulieren, danken, gefallen, gehören...
Das ist die Kollegin, der ich geholfen habe.
(helfen + Dativ: Ich helfe ihr → der)
Das sind die Kinder, denen der Film gefallen hat.
(gefallen + Dativ: Der Film gefällt ihnen → denen)
Nach Präpositionen wie mit, von, bei, aus, nach...
Das ist der Freund, mit dem ich arbeite.
(mit + Dativ: Ich arbeite mit ihm → mit dem)
Ein Mensch, der mutig ist, lebt anders. (Nom - Subjekt)
Ein Leben, das nur gut ist, ist langweilig. (Nom - Subjekt)